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Verlegung Stolpersteine 2015

22. Mai 2015 | 9:00 - 12:00

Verlegung weiterer Stolpersteine
im Mai 2015

„Stolpersteine hier wohnte 1933 – 1945“

Ein Kunstprojekt für Europa
von Gunter Demnig

Ein Projekt, das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig erinnert selbst an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt.

Bis Ende 2014 hat Gunter Demnig fast 50.000 Steine in über 750 Städten und Gemeinden in Deutschland, (hier allein über 650), den Niederlanden, Belgien, Italien, Norwegen, Österreich, Schweiz, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Kroatien, Luxemburg, Frankreich und Ungarn gesetzt.

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig.

Mit den Stolpersteinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Infos unter: www.stolpersteine.com

Den Zeitplan 2015 entnehmen Sie bitte der lokalen Presse oder dem Internet der
Löblichen. Wenn Sie an der Verlegeaktion dabeisein möchten, sind Sie herzlich willkommen.

Seit 2009 haben wir insgesamt 160 Stolpersteine in Pforzheim verlegt.

Früher wohnten sie in ihren Häusern, vielleicht nebenan, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung.

Künstlerisch gestaltete Pflastersteine werden in Gehwegen verlegt, in unmittelbarer Nähe zu den damaligen Wohnungen oder Arbeitsstätten der Opfer.

Auf jedem Stolperstein stehen Name, Lebens-daten und Schicksal. Diese knappen Hinweise entreißen die Toten einer rein statistischen Betrachtung und geben ihnen ihre menschliche Würde zurück. Nicht als Grab- oder Gedenkstätten sind die Stolpersteine gedacht. Sie wollen nicht die einstigen Täter anprangern oder gar eine ganze Generation von Mittätern belasten. Als Stolpersteine im übertragenen Sinn fordern sie
unsere Aufmerksamkeit im Vorübergehen.

Stolpersteine wollen Fragen und Diskussionen
auslösen: Was war? Warum? Was können wir tun,
damit so etwas nicht mehr passiert?

Vielfach haben Schulklassen Stolperstein-Projekte gestaltet und dabei lokale Vorgänge aufgedeckt: In Pforzheim haben u.a. Schülerinnen und Schüler der Osterfeld-Realschule gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern im Rahmen einer Projektarbeit die Schicksale jüdischer Bewohner des Hauses Bertholdstraße 4 recherchiert und sich durch diese Arbeit im Jahr 2011 den stadtgeschichtlichen Georg-Simler-Preis der Löblichen Singergesellschaft von 1501 Pforzheim/ Förderverein Stadtarchiv Pforzheim/ Reuchlin Gesellschaft Pforzheim erworben.

Auffallend ist die Betroffenheit, mit der junge Menschen 70 Jahre nach KZ und Holocaust das Schicksal der Opfer nachempfinden und darüber nachdenken, wie das alles überhaupt möglich wurde.

Oft wird berichtet, dass so ein neues Bewusstsein für demokratische Wachsamkeit und Zivilcourage gewachsen ist.

Finanziert wird die Aktion Stolpersteine in Pforzheim ausschließlich durch Patenschaften und Spenden von Einzelpersonen oder Institutionen.

Für das Verlegen eines Stolpersteins bitten wir um Übernahme einer Patenschaft in Höhe von 185,- Euro. In dieser Patenschaft sind die direkten Herstell- und Verlegekosten enthalten sowie die Neben- und Folgekosten der Aktion.

Wir danken für Ihre Spende oder Patenschaftsüberweisung auf Konto:

Löbliche Singergesellschaft von 1501 Pforzheim  Stichwort: Stolpersteine

Sparkasse Pforzheim Calw Konto: 1810510
IBAN:  DE70 6665 0085 0001 8105 10

BIC:  PZHSDE66XXX

Volksbank Pforzheim Konto 14 300-0
IBAN: DE30 6669 0000 0000 1430 00
BIC: VBPFDE66XXX

Details

Datum:
22. Mai 2015
Zeit:
9:00 - 12:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Initiative Stolpersteine Pforzheim
Website:
https://stolpersteine-pforzheim.de