Buchvorstellung Pforzheim zur Zeit Reuchlins
in Buchhandlung Gondrom
am 21.01.2005
Rede Claus KugePforzheim zur Zeit Reuchlins – oder wie mache ich ein Buch.Da muß ich Sie auf eine Zeitreise ins Jahr 2001 entführen. Denn diese Hintergrunds-Geschichte
meines Buchmachens ist so spannend und informativ, wie das neue Buch.
Mein zweites.


Unser Foto zeigt links außen (groß) Claus Kuge, Obermeister der Löblichen Singergesellschaft und
rechts außen (groß) Eckard Mickel, Geschäftsführer der Buchhandlung Gondrom Pforzheim
In der ersten Reihe sitzen von links: Frank Hirschfeld, Obermeister der Löblichen Singergesellschaft,
Sabine Schofer-Kuge, Maxi Kuge, Designerin Christa Fritz, Designer Reinhold Krause
Foto: Sebastian Seibel, Pforzheimer Zeitung.
Mit freundlicher Genehmigung der PZ

Im Jahr 1999, also 2 Jahre vor dem 500. Jahr des Bestehens der Löblichen Singergesellschaft
hatte Olaf Schulze
die Idee und gleichzeitig die Aufgabe übernommen
ein Buch herauszubringen, das Jubiläumsband der Singergesellschaft einerseits und gleichzeitig
ein Beitrag zur Stadtgeschichte Pforzheims ist mit neuen Beiträgen und Themen zu Stadt,
Bürgern und Gesellschaft um das Jahr 1500.

Hierzu hatte er 18 namhafte Autoren, darunter 6 Berufshistoriker und sich selbst gebeten,
einen Beitrag hierzu abzugeben…
… bedingt durch seine schwere Krankheit konnte er seine Idee leider nicht selbst umsetzen.
Hatte aber die Autoren mit dem Schreiben beauftragt.

So saß ich, damals als Leiter des Löblichen Arbeitskreises AK 2001, im Februar des
Jahres 2001 plötzlich vor 16 mir unbekannten Beiträgen von mir unbekannten Autoren und
wußte nur eines, dass pünktlich zum 20. Juli 2001 ein Jubiläumsband als Beitrag zur Stadtgeschichte Pforzheims erscheinen soll der öffentlich versprochen war als Jubiläumsband der Löblichen Singer.
Mein Damokles Schwert war gleichzeitig, dass die Singer seit ihrem 400-jährigen Jubiläum im
Jahr 1901 keine eigene ausführliche Gesellschaftsgeschichte mehr veröffentlicht hatten und somit
dieses Jubiläumsbuch in die Stadthistorie und die Geschichte der Singer eingehen würde, als Nachfolgeband der berühmten Ausgabe von Ph. Burkhard aus dem Jahr 1901. Diesen zentralen
Beitrag zur Geschichte unserer Gesellschaft vom Beginn bis ins 21. Jahrhundert stammt aus
Olaf Schulzes Feder. Lesenswert und absolut unverzichtbar für jeden!

Da es mein Beruf und täglich Brot ist Anzeigen, Prospekte und Pressemitteilungen zu gestalten
und zu texten, meinte die Vorstandschaft der Löblichen damals:
du mußt das machen, wir trauen dir das zu und helfen dir dabei.

Diese Argumente haben mich bestochen, ich habe ja gesagt.

So kam ich zum Buchmachen, wie die Jungfrau zum Kind.

Hilfe
wie mache ich also ein Buch?

Zuerst saß ich vor einem echten großen Weiden-Waschkorb mit Autorenbeiträgen, Bildern,
Vorschlägen, Wünschen und Ideen der Autoren. Jetzt in der Rolle eines Herausgebers,
Chefredakteurs, kurz gesagt hatte ich mir den Anzug des Verantwortlichen angezogen für: Inhalt,
fachliche Richtigkeit … oder Blamage …

Den unheimlichen Druck im Genick, auf einmal Hoffnungsträger und Verantwortlicher zu sein,
für einen Jubiläumsband, der Ehre für die Löbliche einbringen sollte.

Schließlich stand das Jubiläum unter den höchst persönlichen Schirmherrschaften unseres
damaligen Oberbürgermeisters Dr. Joachim Becker und des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel.

Beide sollten das Buch gedruckt am 20.Juli 2001 durch meine Obermeister Frank Hirschfeld
und Olaf Schulze überreicht bekommen.

Und über 550 Singer und damit ihre Familien, Angehörige und Freunde, eine wahrhaft löbliche
und große 4-stellige Personenzahl von Pforzheimer und Pforzheimerinnen waren durch unser Jahresprogramm und die lokale Presse über das Erscheinen des Jubiläumsbandes informiert
und waren natürlich neugierig und gespannt darauf
und erwarteten somit viel, sehr viel.

Wie gesagt, es war Februar 2001 und ich hatte immerhin noch März, April, Mai und Juni
also ganze 4 Monate Zeit, über 1.000 A4 Manuskriptseiten zu lesen
sie zu sichten, den roten Faden des Buches und eine Buchkonzeption als solche zu entwickeln,
die Pforzheims bekannt kritische Bürger und Historiker überzeugen sollte.

Damals,
wie auch heute,
standen mir ausschließlich Abende zur Verfügung.
Aber im Frühjahr gibt es ja immer das Angebot zahlreicher freier Tage wie Ostern, Pfingsten,
den ersten Mai, Christi Himmelfahrt usw.
wie Sie wissen.

Da ich als Selbstständiger nach wie vor 8, 9 oder 10 Stunden von Montags bis Freitags täglich
arbeite, standen natürlich auch noch Samstag und Sonntag zu meiner freien Verfügung das Buch
zu machen.

Ehrlich gesagt wurde mir auf einmal ganz Angst und Bange, insbesondere in dem Moment, als
die ersten Autoren sich per Telefon meldeten, um sich bei mir zu erkundigen, ob denn alles klappt
und welche Bildunterschriften sie unter welches Bild setzen sollten und wie ich das sehen würde usw.

Der Verleger Reiner Schmidt von Regionalkultur wollte jetzt und dringend von mir wissen, wieviel
Seiten das Buch nun haben soll, wann genau er das von mir redigierte Material erhalten würde und
wieviel Fotos oder Abbildungen ich veröffentlichen will.
Dazu stellte er die heimtückische Frage, wie denn das Buch heißen soll, weil er die ISBN-Nummer anmelden muß
und außerdem sei inzwischen der Auslieferungstermin in Gefahr, denn schließlich seien ja
1.500 Exemplare bestellt und die müßten noch gedruckt und gebunden werden und es seien ja
nur noch knapp 4 Monate Zeit und das sei doch schon recht knapp. Und wenn er nicht zum
Tag xx alles im Verlag habe, sei der Erscheinungstermin doch erheblich gefährdet.

Kurz: auf einmal behandelten mich alle so, wie wenn ich ständig Bücher herausgeben, verlegen
und die darin enthaltenen Beiträge voll verantworten würde,
jede Beitragszeile außerdem verinnerlicht hätte
und unter faktischen und sprachlichen Aspekten voll dahinter stehen könnte.
Kurz: die Autoren erwarteten Dialog, Ansprache und Absprachen.

Spätestens jetzt wurde mir bewußt, was mein schlichtes „Ja“ in einer Vorstandssitzung bewirkt
hat.

Stadtgeschichte ist aus heutiger Sicht:

am 20. Juli 2001 wurde „Ängste und Auswege – Bilder aus Umbruchszeiten in Pforzheim“
Herrn Teufel, Herrn Dr. Becker, Frau Augenstein, den damaligen Landrat Herrn Burckhard
und weiteren Honoratioren mit freundlicher Empfehlung der Löblichen Singer anlässlich des
500-jährigen Jubiläums überreicht.


Unser Foto zeigt die beiden Bücher in der Buchhandlung Gondrom.
In grün “Ängste und Auswege” Band I , erschienen zum 500-jährigen Jubiläum der Löblichen Singergesellschaft
in 2001 und in rot “Pforzheim zur Zeit Reuchlins” Band II, erschienen im Jahr 2005, dem Reuchlinjahr der Stadt Pforzheim. In die Lektüre beider Bände vertiefen sich links: Dr. Christoph Timm, Untere Denkmalbehörde der Stadt Pforzheim und rechts: Dr. Herbert Räuber, Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied der Löblichen Singergesellschaft.
Foto: Sebastian Seibel, Pforzheimer Zeitung.
Mit freundlicher Genehmigung der PZ


Die Gesellschaft der Löblichen Singer wurde im Juli für ihren Jubiläumsband gelobt, die
lokale Presse rezensierte das Buch respektvoll.

Kulturbürgermeister Hermann Kling, Kulturamt, Stadtarchiv und Reuchlinforschungsstelle
sprachen Komplimente aus –
… nur einige damals vertagte Autoren nörgelten hinter den Kulissen …

Die Vorstände der Löblichen klopfen mir kurz und anerkennend auf die Schultern, schließlich
hatten wir alle im Jubiläumsjahr alle Hände voll zu tun und stellten unter anderem das
Carl-Friedrich-Fest mit einigen 10.000 Besuchern in Pforzheim mit auf die Beine …

… betreuten 2.000 Gäste in der Stadtkirche und auf dem Zeltareal Lindenplatz, hatten eine
14-tägige Ausstellung mit dem Titel „Pforzheim zur Zeit der Pest“ mit zahlreichen Rednern im Rathauspavillion zu betreuen, pflanzten eine Singer-Eiche vor dem Reuchlinhaus ein und
veranstalteten eine Sommerfahrt und heimatkundliche Wanderungen.

So war das.

Wie also macht man nebenbei in 4 Monaten sein erstes Buch?

Zuerst habe ich stadthistorische Mitstreiter gesucht und gefunden in Dr. Herbert Räuber und
Gerhard Brändle. Sie haben demokratisch die mir vorliegenden 16 Beiträge unter sich hälftig
aufgeteilt und sie Nachts und über die Osterfeiertage hinweg gelesen, historisch und sprachlich
verstanden, redigiert und mit Kommentaren, Anmerkungen und Vorschlägen zur fachlichen oder sprachlichen Änderung versehen und wieder bei mir abgeliefert. Gepaart mit Ideen zum Einsatz
des Bildmaterials.
Gleichzeitig hat mein heutiger Kollege Obermeister Frank Hirschfeld per Telefon mit allen Autoren gesprochen, sie beruhigt, vertröstet und sehr diplomatisch in den festen Glauben versetzt, die Löblichen bzw. ich hätte alles unter Kontrolle.

Ich hatte überhaupt nichts unter Kontrolle.

Ich selbst hatte als für mich logischen ersten Schritt sofort alle Manuskripte, ob mit
Schreibmaschine geschrieben oder auf Diskette vorliegend, konvertieren lassen.
Das heißt in Schriftart und Schriftgröße aufeinander formal abgestimmt und kurz nach
Ostern festgestellt, dass
458 Buchseiten und 28 Seiten Quellenangaben und Litheraturhinweise
vor mir liegen.
Dazu über 100 Bilder, Fotos und Grafiken.

Klar war mir sofort, dass ein über 500 Seiten starkes Buch jeden Rahmen und jedes Regal
sprengen würde.

Ein Buch-Finanzierungs- und Kostenblock von rund 35.000 DM lag parallel vor mir, ebenfalls eine Dimension, die unverantwortlich hoch für die Kasse der Löblichen war.

So war die Sachlage.

Nach Ostern 2001 hatte ich das Buch also präzis rein technisch und finanziell gesehen analysiert
und unter Kontrolle, aber ich hatte keine Ahnung davon, was in dem Buch steht.

Gerhard Brändle und Dr. Räuber hatten ja für mich den Inhalt gelesen und berichteten mir in
einer Sitzung von ihren Einwänden und Meinungen zu den Beiträgen der Autoren
und Frank Hirschfeld sagte, er habe alle Autoren grundsätzlich beruhigt und gleichzeitig in Panik
versetzt durch unsere Forderung, dass sie ihre Korrekturabzüge nach Erhalt durch den Verlag
statt in 3-4 Wochen, einfach in 3-4 Tagen zu lesen haben, weil die Zeitabwicklung keinen anderen Spielraum lässt.

Ich fand das alles ok.

Denn zwischenzeitlich hatte ich alles weitere Technische und Optische des Buches gelöst,
Text und Gestaltung von Einband, Vorspann und Vorwort,
den Buchhandelspreis festgelegt,
der Löblichen Singergesellschaft das Alleinvertriebsrecht in Pforzheim gesichert, Pressenotizen
zum Buch verfaßt
und der Stadt Pforzheim einen Finanzierungszuschuß im Kulturausschuß abgerungen und
dem lokalen Buchhandel immerhin schon 55 Exemplare vorab verkauft,
davon 5 auf Kommission.

Sie erinnern sich 1.500 Exemplare waren beim Verlag geordert und jetzt hatte der Pforzheimer Buchhandel,
und das großzügig, wie betont wurde,
ganze 55 Exemplare bestellt.

Hilfe, Hilfe, Hilfe,
Ist der Markt für ein Buch so klein?
Ja!
Denn schließlich geht es hier nicht um Harry Potter, Illuminati, Rosemarie Pilcher oder
einen Comissario Brunetti.
Sondern um Stadtgeschichte.
Pforzheimer Geschichte.

Was tun?

Jetzt blieben mir noch 10 Wochen Zeit bis zum 20. Juli 2001.

Also:
Anruf beim Verleger.
Vertragsausstieg androhen, Diskussionen hin und her, wechselseitiges Verständnis betonen und
einen Kompromiss mit Reduktion auf 1.000 Exemplare Auflage, Inhalt, Abbildung schwarzweiß
bei 280 Seiten und zweifarbigem Hardcover-Umschlag aushandeln.

Der bis dato ungefüllte verlagstechnische Rahmen des Buchs war also jetzt neu zwischen dem
Verlag und mir als Herausgeber exakt definiert.

Gut.

Also reduziere ich gedanklich sofort das Buch auf 280 Seiten Umfang.
Das heißt 178 Seiten Autorenbeiträge jetzt nicht veröffentlichen und in Reserve nehmen.
Ich hatte gleichzeitig die kühne Idee irgendwie im Jahr 2002 einen Folgeband II herauszubringen
mit diesen Beiträgen. Also habe ich 1 Jahr Zeit gewonnen und dann sieht man weiter.

Diese, meine Idee, stellte ich unserem Vorstand vor, der diesem Vorschlag einstimmig zustimmte,
was blieb dem armen Vorstand auch anderes übrig, als dies zu beschließen.

Für mich persönlich entstand jetzt ein neues Problem:
welche Beiträge sollte ich mit welcher Begründung auf den Band II verschieben?

Jetzt mußte ich alle Beiträge lesen, um diese Entscheidung zu fällen und zu verantworten.
Denn wer sollte es sonst tun, außer mir, denn schließlich bin ich ja so etwas wie ein Verleger,
Herausgeber oder Chefredakteur für diesen Band geworden.

„Führen heißt dienen“ denke ich und ziehe mir kurz und diagonal lesend die
rund 1.000 A4 Manuskriptseiten meiner Autoren durch den Kopf.

Und der arme Kopf brummt unter Tempo und Materie.

Auch meine äußeren Umstände wandeln sich in sofern, dass meine Frau und meine Familie
jetzt behaupten, man könne mit mir nichts Gegenwärtiges mehr reden, ich würde ja nur noch
im Mittelalter leben und denken und,
vielleicht,
so vermuteten sie,
bin ich einfach im falschen Jahrhundert geboren worden und
wäre besser bei Ritter, Tod und Teufel aufgehoben gewesen.

Das also auch noch.

Warum verstehen Sabine, Maxi und Jonas nicht einfach, dass ich für ihre nichtigen Alltagsprobleme,
wie Einkaufen, was ist in der Schule los
oder was machen wir am Wochenende
und das auch noch gemeinsam
oder wie gestalten wir den 1. Mai , Christi Himmelfahrt oder die Pfingstferien
einfach keine Zeit und keinen Kopf habe!

Hilfe, ich brauche Ruhe!

Weil: Ich muß ja schließlich ein Buch machen und habe 178 Seiten Buch zuviel.

Was für eine Stimmung, was für eine Situation…
… für die Familie,
die Autoren
und mich.

Verantworten, heißt auch entscheiden!
So beschließe ich und ziehe eine konzeptionelle Trennlinie zwischen Band I und
Band II bei den Beiträgen.
Plane 280 Seiten Band I und verschiebe 7 tolle Beiträge auf Band II.

Und die 7 vertrösteten Autoren sind unzufrieden und nörgeln im Untergrund leise und
doch sehr vernehmlich für die Buschtrommler Pforzheims, weil sie sich zum Pforzheimer
Top-Event des Jahres 2001 dem 500-jährigen Jubiläum der Löblichen nicht gedruckt sehen
werden…
… wo doch jeder hinschaut, was in dem Buch steht und man es ja bereits Frau, Familie,
Freunden und anderen Historikern oder Autoren mitgeteilt hat,
dass der eigene und gute Beitrag in diesem Buch enthalten sein wird.
Und das ist er jetzt eben nicht.
War er nicht gut genug?

Oh weh!

Also bleibt mir nur: Augen zu und durch.
Schnell noch meinen eigenen Beitrag für den ersten Band geschrieben.
Druckfreigabe, Ausliefern und am Jahresende nach dem Arbeitsrausch des Jubiläumsjahres
bitter aufstoßend feststellen:
zum Buchmachen gehört der Vertrieb! Das Marketing!
Von selbst verkauft sich kein einziges Stück!

Keiner der Löblichen, auch ich nicht, hatte damals die Zeit dafür, den Verkauf zu forcieren
oder gar ein Marketing auszudenken, geschweige denn es umzusetzen.

Sagenhafte 70 Exemplare hat der Pforzheimer Buchhandel in 2001 und 2002 saldiert verkauft.
Singer und Gäste haben rund 150 Bücher in HV und Matineen käuflich erworben, alle
19 Autoren haben je 2 Autorenexemplare kostenlos erhalten,
das Kulturamt der Stadt Pforzheim 30 Exemplare,
an Jubilare der Löblichen Singer und Honoratioren von Stadt, Kreis und Land wurden
100 Exemplare großzügig verschenkt
ich habe 50 Exemplar gekauft und an meine Kunden geschenkt …
… und in der Geschäftsstelle der Löblichen lagen jetzt Zentner Bücher.

Genau 600 unverkaufte Exemplare.

Das also ist der Markt für ein hervorragendes Buch zur Stadtgeschichte Pforzheims.

Ernüchternd.

Ein finanzielles Desaster.

Das versprochene 2. Buch verlegen?

Unmöglich!

Die vertrösteten Autoren nörgeln noch lauter und schreiben enttäuschte oder böse
Briefe an mich in 2002 und 2003…

… obwohl ich alle Autoren über die schlechte Markt-Situation von Band I schriftlich
informiert habe und
an alle Autoren von Band I und
vor allem an die Autoren des geplanten Bandes II !!
die vereinbarten Autorenhonorare alle ausbezahlt habe!

2004, 14. Juli !

Der Vorstand der Löblichen beschließt bei einer Gegenstimme das öffentlich gegebene
Versprechen eines Folgebandes im Reuchlinjahr 2005 einzulösen.

Ich verspreche meinem Vorstand und meinem Kollegen Obermeister Frank Hirschfeld im
Gegenzug ein ganz neues Buchkonzept zu entwickeln:
Pforzheim zur Zeit Reuchlins!

Denn die übrig gebliebenen 7 Einzel-Beiträge ergeben für mich keinen roten Faden mehr einer Buchkonzeption passend fürs Reuchlinjahr.

Ich verspreche ebenfalls, das Buch pünktlich am 6. Januar 2005 in der Hauptversammlung
vorzustellen und möglichst kostenneutral zu vermarkten.

Danke den Löblichen an dieser Stelle für ihr blindes Vertrauen in mich.

Das Buch „Pforzheim zur Zeit Reuchlins“ ist pünktlich am 6. Januar 2005 durch mich
kurz vorgestellt worden. Also habe ich mein Versprechen eingehalten.

Mein neues Konzept zum Thema Reuchlin und Pforzheim zu Zeiten Reuchlins hat zu den
verschobenen 7 Beiträgen
11 neue Beiträge erfordert.
Einen verschobenen Beitrag habe ich ersatzlos gestrichen, weil der ungeduldige Autor
seinen Beitrag an 2 weitere Publikationen verkauft hat. Ein drittes Mal wollte ich es Ihnen
nicht zumuten, den gleichen Beitrag zu lesen.

Er ist in “Neues aus Pforzheims Mittelalter”
Materialien zur Stadtgeschichte
Band 19
Verlag Regionalkultur
im Sommer 2004 publiziert worden.

Das Buch Pforzheim zur Zeit Reuchlins ist jetzt 328 Seiten stark,
hat 151 sw Abbildungen
ist ein 1 Kilo schweres Schwergewicht …

es ist Pforzheims Buch des Reuchlinjahrs 2005.


Es freuen sich über das schöne Buch zum Reuchlinjahr: Eckard Mickel, Geschäftsführer der Buchhandlung Gondrom, (links) und Claus Kuge, Obermeister der Löblichen Singer, Chefredakteur und Autor von “Pforzheim zur Zeit Reuchlins” (2.v. links)

Unter den Gästen der Buchvorstellung hat der PZ Fotograf Sebastian Seibel rechts neben Claus Kuge stehend den Mitinhaber des Traditionsrestaurants Klosterschmiede Maulbronn, Jürgen Schempf, bei der Lektüre des Buches im Foto festgehalten. Die historische Klosterschmiede befindet sich im Maulbronner Klosterhof, Weltkulturerbe der UNESCO. Die Gebrüder Jürgen und Karl Schempf sind äußerst an der lokalen Geschichte der Region Pforzheim , Bretten und Maulbronn und deren Pflege interessiert, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Familie Schempf seit dem 12. Jahrhundert in Maulbronn ansässig ist.
Foto mit freundlicher Genehmigung der Pforzheimer Zeitung
Nachdem Sie jetzt wissen, wie ich Band I gemacht habe, wiederhole ich die
Entstehungsgeschichte eines Buchs nicht noch mal,
aber es ist klar, dass ich im letzten Jahr erneut nur 4 Monate Zeit hatte, dieses Buch an
Feierabenden und Wochenenden zu machen.
Um Ihnen eine Zeitvorstellung zu geben: in meinem eigenen Autorenbeitrag
der Chronologie denkwürdiger Daten, Personen und Ereignisse aus rund 100 Jahren äußerst
bewegter Pforzheimer Stadtgeschichte von 1447 bis 1565 habe ich in Recherchen und
3 Textfassungen exakte 260 Stunden investiert.
Meine Mitarbeiterin hat 83 Stunden damit verbracht, meine Texte zu erfassen, zu korrigieren,
zu ändern und in unserer Grafik haben wir 54 Stunden darauf verwendet, Bildmaterial
zu scannen, zu bearbeiten und als Bildseiten druckreif zu gestalten.

Und Sie können sich auch denken, wo ich meine Sommerferien verbracht habe: Pforzheim
im Sommer ist wirklich schön!

Der einzige, aber fundamentale Unterschied war:
diesmal hatte ich das Buch und seinen Inhalt von Anfang an im Kopf und vor mir.
Und wußte redaktionell sehr genau, wie ich es gestalten und auch selbst schreiben will.

Jetzt gehen wir aber endlich in den 2. Teil meiner Vorstellung:
auf eine Zeitreise in das Pforzheim des ausgehenden Mittelalters und der beginnenden frühen
Neuzeit und tauchen in die Ära des Johannes Reuchlins ein:

Die für mich rund 100 spannendsten Jahre in der Stadtgeschichte Pforzheims beginnen exakt
am 15. Juli 1447 mit der Fürstenhochzeit zwischen Karl I, Markgraf von Baden, und
Herzogin Katharina von Österreich, der Schwester des Kaisers Friedrich III.

Anschaulich läßt Autor Michael Kühler diese markante und prestigeträchtige Verbindung
des Hauses Baden mit dem absoluten Hochadel des Reichs entstehen!

Die Hochzeitsgesellschaft hat 100 Ochsen, 1.500 Kälber, 8.000 Gänse, 17.000 Hühner
und Tauben verspeist, dazu 140.000 Liter Wein getrunken … wieviel Adlige, Fürsten, Bischöfe,
Ritter, Bedienstete, Gaukler, Musikanten, Bettler und Huren sich zu diesem Fest in Pforzheim
aufgehalten haben, wissen wir nicht,
aber wir wissen, dass 6.000 Pferde zu jener Zeit anwesend waren und gefüttert werden mußten.

Ferner wissen wir, dass in Pforzheim eine Lateinschule existiert hat und das Stadtzentrum mit
mindestens 30 Adelshöfen sich auf dem Kirchberg, dem heutigen Schloßberg, um das
markgräfliche Schloß und die Kirche St. Michael befunden hat.

Die damalige territoriale Bedeutung der Stadt Pforzheim machen ihre 3 Klöster, die der
Dominikaner, Franziskaner und Dominikanerinnen sichtbar.

Mit vermutlich zwischen 2.000 und 4.000 Einwohnern gehört Pforzheim schon zu den
größeren Städten des Reichs. Rund 80 % aller Städte des Reichs haben weniger als
2.000 Einwohner und sind kaum als Städte mit Bedeutung ernst zu nehmen

Die neue Stadt in Pforzheim ist nach dem staufischen Maßsystem im 12.Jahrhundert gebaut
und angelegt worden.

Wissen Sie übrigens, dass nach dem Grundriss der Stadt Pforzheim unsere benachbarte
Landeshauptstadt Stuttgart später angelegt worden ist?

Der Stuttgarter Historiker Simon Haag, stellt in seinem lesenswerten Beitrag das damals
moderne städtebauliche Prinzip des hohen Mittelalters vor. Und korrigiert somit unsere landläufige Meinung, das mittelalterliches Bauen eine wüste und planlose Aneinanderreihung verwinkelter
Häuser ohne inneres System ist.
Unsere Vorfahren hatten ganz genaue Vorstellungen von Symmetrie , Zentrum, Maßen und
metrischen Verhältnissen
zur exakten Straßenführung zum innerstädtischem Transport und äußerer Verteidigung,
alles auf ideal kürzesten Wegen. Bis hin zur planmäßigen Installation von Wach- und
Wehrtürmen und Stadttoren.
Und die Pforzheimer waren auch durchaus hygiene- und sauberkeitsbewußt, in dem sie Abfallverordnungen und Straßenreinigungsvorschriften für die Bürgerschaft erlassen haben.
Natürlich wurden gleichzeitig auch die entsprechenden Strafmaße für Verstöße in Heller und
Pfennigen beziffert.

Mit dem Entstehen der neuen Stadt im heutigen Areal des Schloßbergs verlor die
„Alte Stadt“ an der Römerfurt Jahr für Jahr an Bedeutung.

Geistiges Zentrum der „Alten Stadt“ war die Altstadtkirche St. Martin.
Martin Kieß, ein Mathematiklehrer aus Kirchheim/Teck beschäftigt sich seit Jahren mit
zunehmenden Erfolgen mit den verschlüsselten Bildern auf den Tympanons schwäbischer,
badischer und französischer Kirchen und Kathedralen.

Er liefert von seiner Sicht und Erklärung her schlüssige Beweise zu genauen Entstehungsdaten
dieser sakralen Bauten und liefert gleichzeitig auch Erklärungen für ihre bauliche Platzierung in
Raum und Landschaft in Bezug zu astronomischen Punkten oder Gestirnskonstellationen.

Als Mathematiker hat er den damals geltenden Julianischen Kalender in die Kalenderform unseres
21. Jahrhunderts umsetzen lassen durch engagierte Schüler in Projektarbeiten an seinem
Gymnasium.

Durch ihn wissen wir exakt, dass Ostern im Jahr 1128 am 22. April war.

Kieß liegt heute mit seinen Theorien im scharfen wissenschaftlichen Streit mit Kunsthistorikern,
die uns die fremde Bildsymbolik des frühen-, hohen- und späten Mittelalters ganz anders erklären.

Und die die Bildsprachen unserer Alt-Vorderen ausschließlich mit sakralen Hintergründen
begründen.

Kieß behauptet durch seine mathematische Entschlüsselung des Bogenfelds an der Altstädterkirche,
dass die dortigen … in Sandstein gehauenen floralen und faunalen Bilder … konkrete
rational-mathematische Zeichen sind … und uns Hintergrund und Bezug zu Baudaten der
Kirche, Kalender und Mathematik liefern.

Spannend, spannend.
Insbesondere auch deshalb, weil ich in Band I die kunsthistorische Erklärung des Tympanons
von St. Martin, … interpretiert und verfaßt durch die Ihnen bekannte Pforzheimerin Mina Roller, … veröffentlicht habe.

Für Gesprächsstoff und Diskussion ist somit gesorgt.

Ich darf Ihnen aber versichern, dass die Theorien von Martin Kieß in der Schwäbischen
Heimat und danach als Titelgeschichte in der Stuttgarter Zeitung und zahlreichen großen
Zeitungen Italiens enorme Beachtung und wissenschaftlichen Zuspruch erhalten haben.

Urteilen Sie selbst.
Unfairerweise müssen Sie dazu jedoch jetzt beide Bücher kaufen, weil sich in jedem ein
Beitrag der beiden Disputanten befindet. Sie helfen mir auch somit ein Lagerproblem abzubauen.
Danke.

Sie erinnern sich, zur Fürstenhochzeit habe ich zitiert, dass es überliefert ist, dass Reichtum und
Glanz des versammelten Hochadels natürlich auch viel
Gelichter angezogen hat, das sich ein paar Brotkrumen von den Tischen der Reichen schnappen
wollte wie:
Bettler, Gaukler, Huren und Musikanten.

Mit dieser Welt der unteren sozialen Schicht und deren Kategorisierung und Klassifizierung
beschäftigt sich Autor Martin Schüssler mit seinem Aufsatz über den Liber Vagatorum, den
Bettler-Orden.

Ein hochwissenschaftlicher und empirischer Beitrag aus Pforzheim zur spätmittelalterlichen Kriminalitätsgeschichte.

1509 in Pforzheim durch Thomas Anshelm gedruckt. Vermutlich hat auch der Pforzheimer
Lateinschul-Rektor Johannes Schwebel bei der Schöpfung der Übersicht über Bettler und
Gaunertypen mitgewirkt.

In unsere heutige TV-Krimilandschaft übersetzt könnten wir wohl von einem Handbuch für …
Profiler … sprechen.

Damals jedoch wurde im Liber Vagatorum von „Bregern“ und „Präwern“ gesprochen.
Die unehrlichen Bettler wurden „Giler“ genannt oder „Stertzer“, „Stabuler“, „Loßner“,
„Klenker“, „Valkentreiger“ usw.
Und je nach Typ wurde ihnen damals das exakte Verhaltensmuster zugeordnet…
wehe er hielt sich nicht daran!

Also, wenn Sie daran interessiert sind zu wissen, was im Spät-Mittelalter der Unterschied
zwischen einem „ehrlichen“ oder einem „heimlichen“ Gewaltverbrechen war, dann müssen Sie
sich durch diesen Beitrag einfach durcharbeiten. Nur Mut!

Sehr viel flüssiger lesbar dagegen ist der Beitrag vom Kustos des Brettener Melanchthonhauses,
Dr. Günter Frank, der den südwestdeutschen Humanismus im Kontext mit der europäischen Kulturgeschichte darstellt.

Leicht nachvollziehbar erklärt und schildert er uns, wie nach der Eroberung Konstantinopels
am 29. Mai 1453 durch den mohammedanischen Sultan
Mehmet II. Wissen, Bildung und humanistische Kultur durch den Exodus der fliehenden
byzantischen Gelehrten und Intellektuellen nach Norditalien kam.

Ihr Gedankengut dort „Salz in der Suppe“ in den reichen und freiheitsliebenden Stadtstaaten
wurde, die Professoren und Studenten insbesondere an der Universität von Bolognia
beeinflußte und von dort als humanistisches Gedankengut nach Norden über die Alpen,
also zu uns, weiterwanderte. Die geistigen Väter von Erasmus, Reuchlin, Melanchthon,
Sebastian Brant, Luther, Schwebel, Capito usw. wurden.

Die gelehrte Welt des Mittelalters war keine statische und vor allem keine nationalstaatliche
mit Landessprachen
die alle und alles verbindende Gelehrtensprache war Latein
und so war es möglich und usus, dass Schüler und Studenten auf den Universitäten ganz
Europas studierten und unterrichteten.

Durch die gemeinsame Sprache Latein konnten sich Skandinavier mit Italienern, Portugiesen,
mit Deutschen und Franzosen mit Engländern fließend unterhalten, einander Briefe schreiben
und gemeinschaftlich neues Wissenschaftliches, Reformatorische oder Humanistisches entwickeln,
soweit dies unter anderem auch das kanonische Recht zuließ. Noch war das universitäre Lehren
von Griechisch untersagt bzw. nicht gewünscht.

Papst und Bischöfe, Fürstbischöfe und Könige und nicht zuletzt der Kaiser bestimmten ja
damals noch, was Recht, Gesetz und göttlich gegebene Ordnung ist

und auch wenn man es mit den ersten Fernrohren beobachten konnte und somit besser wußte,
drehte sich nach wie vor die Sonne um die Erde und nicht die Erde um die Sonne.
Das war Dogma.

Schloß man sich dieser allgemeinen Meinung der mächtigen römisch-katholischen Kirche
nicht an, war man in absoluter Lebensgefahr
und mußte damit rechnen durch die Inquisition verfolgt und verbrannt zu werden. Also war es
nicht nur im wahrsten Sinn des Wortes brandgefährlich anderer Meinung zu sein… und in
Pforzheim wurden Hexen verbrannt und Wiedertäufer geköpft.

Das also war die real existierende geistige und Alltagswelt des Johannes Reuchlin aus
Pforzheim.

Unseren berühmten Sohn machen Dr. Hans-Peter Becht mit Lebensdaten und
Professor Dr. Rupprich mit Werks- und Denkanalysen dingfest und erfassbar.

Olaf Schulze beschreibt Reuchlins Komödie Henno, den Graus aller heutigen Lateinschüler,
als Meilenstein der deutschen Literaturgeschichte
und
Thomas Frei erläutert nüchtern, wie die Pestflöhe in den Abdecktüchern der Nahrungsmitteltransportwagen aus den Pestgebieten Böhmen und Elsass nach Pforzheim
kamen und es durch die eingeschleppten Pestflöhe zur Pest in Pforzheim und somit zur
Gründung der Löblichen Singergesellschaft als Pestbruderschaft im Jahr 1501 gekommen ist.
Natürlich waren an allem wieder mal die Juden schuld. Konsequent hat man sie auch in Pforzheim
verfolgt, getötet und enteignet.

Die soziale Stellung und gesellschaftliche Bedeutung von Bruderschaften und Zünften im Mittelalter
erklärt uns Professor Dr. Franz Felten von der Johannes Gutenberg Universität, Mainz, vom
Historisches Seminar II, das der mittelalterlichen Geschichte.

Bei seinem Aufsatz handelt es sich um den Abdruck seiner in Pforzheim berühmt gewordenen
empirischen Rede zu mittelalterlichen Bruderschaften, die er beim Festakt der Löblichen im
Jahr 2001 an jenem von mir eingangs ausführlich behandeltem Datum
gehalten hat:
20. Juli 2001

Diese Rede können Sie jetzt erstmals gedruckt nachlesen. Sie ist es wert!

Neues zu Reuchlin aus der Reuchlinforschungsstelle berichtet uns Mathias Dall’Asta
und unser Pforzheimer Kirchenmusikdirektor und begnadeter Organist Mathias Kohlmann
stellt uns Vita und Werk von Leonhard Kleber vor.

Einem Meister des Orgelspiels, einem Zeitgenossen Reuchlins, der als Vikar an der Stift-
und Schloßkirche St. Michael im 16. Jahrhundert aktiv und äußerst produktiv gewesen ist.

Ein empirisches und schriftstellerisches Lebenswerk unseres Mathias Kohlmann, das offenen Szenenapplaus von Ihnen verdient hat.

Auch unsere Historiker vom Stadtarchiv sind als Autoren mit Kurzbeiträgen an diesem Band
beteiligt.
Dr. Christian Groh stellt alle Reuchlinpreisträger der Stadt Pforzheim in Kurzdaten vor
und
Dr. Stefan Pätzold analysiert Pforzheims Stadtbilder anhand unserer beiden ältesten
Stadtansichten, die Pforzheim nicht typisiert, sondern authentisch zeigen, nämlich die des
Georg Gadner von 1594 und die des Mathäus Merian von 1643.

Natürlich darf ein Kurzbeitrag zur Geschichte der Löblichen im 16. Jahrhundert hier nicht fehlen.
Die Singergesellschaft entstand ja zu Lebzeiten Reuchlins. Dieser Beitrag aus dem Jahr 2000
stammt der Feder von Olaf Schulze und mir gemeinsam.

Mein eigener populär-geschichtlicher Beitrag als Autor in diesem Band ist eine Chronologie
der Jahre 1447 bis 1565.

Also von der Fürstenhochzeit, bis zur Verlegung der markgräflichen Residenz nach Durlach.

Sie glauben nicht, was da alles los war und passiert ist und welche berühmten Persönlichkeiten
in Pforzheim lebten und nationale Geistes-Geschichte geschrieben haben.

40 Druckseiten lang ist mein persönlicher Beitrag über die damalige Pforzheimer Blütezeit
geworden.
Sie werden hier durchaus Bekanntes aber auch gleichzeitig viel Neues
im chronologischen Zusammenhang und detaillierten Abläufen und meinen
kurzen Analysen zu Reformation und Humanismus lesen und erfahren können.

Ich will durch meinen Beitrag das Leben in unserem mittelalterlichen Pforzheim
vor Ihren Augen – wie in einem Film – neu entstehen lassen.
Ihnen Zusammenhänge und neu interpretierte Zusammenhänge aufzeigen.

Deshalb stelle ich Ihnen Wissenswertes, Wichtiges und amüsante Nebensächlichkeiten auch
– und gerade deshalb – aus dem Alltag der Handwerker, Bürger und Zünfte vor.
Dazu Fakten der damaligen Stadt- und markgräflichen Landespolitik,
Porträts der Pforzheimer Lateinschüler und Professoren, Räte und Bürger.

Bevor Sie jetzt gleich von mir und meinem Vortrag erlöse, ist es mir eine angenehme
Verpflichtung und gleichzeitig ein persönlicher Wunsch einigen besonderen Menschen an
dieser Stelle ein herzliches Danke für Ihre Unterstützung zu sagen:

Danke Herr Mickel, dass Sie an dieses Buch glauben und bei Gondrom 100 Exemplare
zum Kauf bereithalten. Ohne Kommission.

Danke Herr Wegscheider und Herr Daum von der Sparkasse Pforzheim Calw.
Ihre großzügige Disposition dieses Buches zur Verwendung als Geschenk und Auszeichnung
für die Sparkasse hat die Auflagengrunddisposition für mich einfacher gemacht.
Und mich vom Stellenwert meiner Arbeit überzeugt.

Danke Herr Dr. Becker, dass die Reuchlingesellschaft finanziell mit Euro 500 unterstützt hat.

Danke an 185 direkte Subskiptionsbesteller … Privatpersonen und Pforzheimer Firmen…
die im Paketkauf Band I und Band II bestellt haben. Sie haben das Richtige getan.

Danke an Herrn Esslinger-Kiefer für seine mediale Unterstützung durch die PZ.

Danke an Herrn Jürgen Weis, dem Cheflektor des Verlags Regionalkultur, der geduldig mit mir
meine 3 Fassungen meiner Chronologie durchgestanden hat und als Mediavist konstruktiv
kritisch und äußerst hilfreich war.

Danke meiner Mitarbeiterin Gisela Fabricius, die alle Ideen und Beiträge fleißig, geduldig
und fachkritisch in die EDV erfaßt hat und sich seit dieser Arbeit stark für Pforzheims
Stadtgeschichte interessiert.

Danke meinem Mitarbeiter Ullrich Jungemann, der vor allem meine Idee, das Bild des
Johannes Reuchlin im Stadtbild des 21. Jahrhunderts zu zeigen, in eine Fotoreportage
umgesetzt hat.

Danke den Autoren Dr. Stefan Pätzold, Dr. Günter Frank, Thomas Frei, Olaf Schulze
Dr. Hans-Peter Becht, Prof. Dr. Franz Felten und Dr. Christian Groh, die mir ihre
Textbeiträge ohne Honorar für “Pforzheim zur Zeit Reuchlins” zur Verfügung gestellt haben.

Danke an Pforzheims amtierenden Kulturbürgermeister Gert Hager, der mir unbürokratisch
und schnell den Weg zum Nachdruck des Beitrags von Prof. Dr. Hans Rupprich,
aus dem Jahr 1955, geebnet hat.

Danke an den Verleger Reiner Schmidt vom Verlag Regionalkultur, für seine finanzielle Fairneß
und seinen Eintritt in die Singergesellschaft, den ich durch unsere freundschaftliche Zusammenarbeit ausgelöst habe.

Danke an meine Frau Sabine, die im letzten Sommer viele durchlesene Nächte und Wochenenden respektierte und über meine unattraktiven dunklen Augenringe großzügig hinweg gesehen hat.

Und Danke Ihnen allen für Ihre Aufmerksamkeit und Geduld heute Abend mit mir.

Es gilt das gesprochene Wort!

Und:
Danke Ihnen als Internet-Leser für Ihre Aufmerksamkeit.

Sie können jetzt Band I und Band II direkt bei der Löblichen Singergesellschat von 1501 Pforzheim bestellen zum Direktverkaufspreis der Löblichen Singer:
Band I “Ängste und Auswege” Euro 15,00
Band II “Pforzheim zur Zeit Reuchlins” Euro 21,00

‘am besten als Paket (Band I + Band II) Euro 36,00

Sollten Sie die Bücher nicht selbst und direkt bei uns abholen können, müssen wir Ihnen Porto/Verpackung für die kostengünstigste Versandart: “Büchersendung” in Rechnung stellen.

Bei Postversand haben Sie bitte dafür Verständnis, dass wir Sie um Vorauskasse bitte.
Unsere Konten sind:
Sparkasse Pforzheim Calw (666 500 85) Konto 1810510
Volksbank Pforzheim (666 900 00) Konto 143000

Bestellen Sie hier per E-Mail

 

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